Airfryer oder Backofen: Was verbraucht wirklich weniger Strom?
Kleine Portionen, große Mengen, mehrere Gerichte gleichzeitig: Ob der Airfryer wirklich weniger Strom zieht als der Backofen, hängt stärker von deinem Kochverhalten ab als von der reinen Wattzahl. Wir ordnen die Zahlen ein und zeigen, wie du den tatsächlichen Unterschied für deine eigenen Geräte mis
Der Airfryer hat sich in den letzten Jahren in vielen Küchen breitgemacht. Pommes, Chicken Wings oder Gemüse sind in wenigen Minuten fertig, ganz ohne Vorheizen einer großen Backröhre. Der klassische Backofen wirkt daneben oft wie der Stromfresser der Küche. Aber stimmt das eigentlich, oder ist die Sache komplizierter?
Die nackten Watt-Zahlen
Airfryer lassen sich grob in drei Leistungsklassen einteilen: kleine Geräte liegen bei etwa 800 bis 1.200 Watt, mittelgroße bei 1.200 bis 1.500 Watt und große Modelle bei 1.500 bis 2.000 Watt. Pro Betriebsstunde landet man damit zwischen 0,8 und 2,0 kWh, je nach Größe und Einstellung.
Ein klassischer Backofen zieht dagegen meist zwischen 2,0 und 3,0 kWh pro Stunde, also spürbar mehr als selbst ein großer Airfryer. Reine Wattzahl gegen Wattzahl gewinnt der Airfryer damit fast immer.
Warum die Rechnung trotzdem nicht so einfach ist
Watt pro Stunde ist nur die halbe Geschichte. Entscheidend ist am Ende, wie lange ein Gerät läuft und wie viel dabei tatsächlich zubereitet wird.
Der Airfryer spart vor allem dort, wo ohnehin nur kleine Mengen auf den Teller kommen: kein Vorheizen nötig, kleiner Garraum, schnell auf Temperatur. Bei einer einzelnen Portion Pommes oder ein paar aufgebackenen Brötchen ist er dem Backofen klar überlegen.
Sobald es aber um größere Mengen oder mehrere Gerichte gleichzeitig geht, kippt das Bild. Der Backofen nutzt seinen großen Garraum dann effizienter, der Verbrauch pro Portion sinkt, während der Airfryer an seine Kapazitätsgrenze stößt und im Zweifel zwei Durchgänge braucht. Wer die doppelte Menge Chicken Wings in zwei Ladungen airfryen muss, hat am Ende oft nichts gespart.
Wann sich der Airfryer wirklich lohnt
Du kochst meist für eine oder zwei Personen und damit eher kleine Portionen. Dir ist eine kurze Zubereitungszeit wichtig, etwa unter der Woche. Du nutzt den Backofen ohnehin nur selten für einzelne, kleine Gerichte.
In diesen Fällen zieht der Airfryer im Alltag tatsächlich weniger Strom als der Backofen.
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Wann der Backofen die bessere Wahl bleibt
Du kochst regelmäßig für mehrere Personen oder größere Mengen. Du bereitest oft mehrere Gerichte gleichzeitig zu, zum Beispiel Blech und Auflaufform nebeneinander. Lange Garzeiten wie beim Backen, Braten oder bei Aufläufen sind ohnehin nötig.
Dann sinkt der Energieverbrauch pro Portion im Backofen, und der vermeintliche Nachteil relativiert sich deutlich.
Was Vergleichsrechner im Netz nicht zeigen können
Im Netz kursieren inzwischen einige Rechner, die auf Basis von Durchschnittswerten für Watt, Garzeit und Strompreis einen groben Vergleich zwischen Airfryer und Backofen ausspucken. Das ist ein guter erster Anhaltspunkt, bleibt aber immer eine Schätzung mit Durchschnittsgeräten, nicht mit deinem Airfryer und deinem Backofen.
Alle Zahlen oben sind Bandbreiten. Dein konkreter Airfryer kann am unteren oder oberen Ende der Skala liegen, dein Backofen kann zehn Jahre alt und ineffizient sein oder ein sparsames Neugerät. Ob sich die Anschaffung eines Airfryers für dich lohnt, hängt am Ende nicht von einer allgemeinen Tabelle ab, sondern davon, wie oft und wofür du kochst und was deine konkreten Geräte tatsächlich ziehen.
Mit einer smarten Steckdose lässt sich das in wenigen Minuten klären: einfach beide Geräte eine Weile normal nutzen und den tatsächlichen Verbrauch in kWh und Euro gegenüberstellen, statt mit Durchschnittswerten aus einem Online-Rechner zu arbeiten. Trage die Werte in StromSpion ein und sieh sofort, welches Gerät bei deinem Kochverhalten wirklich günstiger ist.
Fazit
Der Airfryer verbraucht auf dem Papier fast immer weniger Strom als der Backofen. Im Alltag hängt es aber stark davon ab, wie du kochst: kleine Portionen und häufige kurze Garvorgänge sprechen für den Airfryer, große Mengen und mehrere Gerichte gleichzeitig für den Backofen. Die verlässlichste Antwort liefert am Ende nicht ein pauschaler Online-Rechner, sondern der Blick auf den tatsächlichen Verbrauch deiner eigenen Geräte.
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