Ventilator im Sommer: Was die Dauernutzung wirklich kostet
Bei Hitzewellen laufen Ventilatoren oft rund um die Uhr. Wir rechnen vor, was das wirklich kostet und zeigen, welche Geräte im Sommer viel öfter übersehen werden.
Wenn die Temperaturen steigen, läuft in vielen Wohnungen der Ventilator plötzlich rund um die Uhr. Verständlich, schließlich soll die Nacht erträglich bleiben. Gleichzeitig kommt dann schnell die Sorge auf: Was macht das eigentlich mit der Stromrechnung?
Die kurze Antwort: nicht viel
Ein typischer Ventilator zieht je nach Bauart und Stufe zwischen 20 und 100 Watt. Selbst im echten Dauerbetrieb über 24 Stunden bleibt das im Bereich von wenigen Cent pro Tag. Über einen ganzen Sommer mit mehreren Hitzewochen kommen dabei meist Beträge zwischen 5 und 20 Euro zusammen, je nach Modell und tatsächlicher Nutzung.
Zum Vergleich: Eine mobile Klimaanlage liegt oft beim Zehnfachen des Verbrauchs, weil sie aktiv kühlt statt nur Luft zu bewegen.
Warum das Gefühl trotzdem täuscht
Viele Menschen überschätzen den Ventilator, weil er im Sommer sichtbar und hörbar ständig läuft. Genau das macht ihn gefühlt zum Übeltäter. Die tatsächlichen Dauerfresser im Haushalt laufen dagegen unauffällig im Hintergrund: der Kühlschrank, die Gefriertruhe, der Router oder ein altes NAS. Diese Geräte ziehen zwar oft ähnlich wenig Leistung pro Stunde, tun das aber 365 Tage im Jahr und nicht nur an ein paar heißen Wochen.
Genau dieser Unterschied zwischen gefühltem und tatsächlichem Verbrauch ist der Punkt, an dem sich eine Messung lohnt.
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So rechnest du deinen eigenen Ventilator durch
Die Formel ist denkbar einfach:
Stromkosten = (Watt × Betriebsstunden) ÷ 1000 × Strompreis pro kWh
Ein Beispiel: Ein Ventilator mit 45 Watt läuft 10 Stunden am Tag bei einem Strompreis von 0,35 Euro pro kWh. Das ergibt 0,45 kWh und damit rund 16 Cent pro Tag. Über 60 Hitzetage im Jahr gerechnet sind das etwa 9,50 Euro.
Statt zu schätzen, kannst du den genauen Wert deines eigenen Geräts mit einer Smartsteckdose messen und in StromSpion eintragen. Dann siehst du sofort, wie sich dein Ventilator im Vergleich zu deinen anderen Geräten einordnet, statt nur mit Durchschnittswerten zu rechnen.
Was sich wirklich lohnt
Wenn du im Sommer etwas an der Stromrechnung ändern willst, lohnt sich der Blick eher auf die Dauerläufer als auf den Ventilator. Ein altes Kühlgerät im Keller oder eine Gefriertruhe, die nie richtig abgetaut wird, kostet über das Jahr gesehen oft ein Vielfaches dessen, was der Ventilator im ganzen Sommer verbraucht.
Am Ende hilft am meisten, nicht zu raten, sondern nachzumessen. Trage deine Geräte in StromSpion ein und sieh selbst, wo dein Geld tatsächlich hingeht.
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